Jübiläumsausstellung bei Urholz März 2019

Von der bunten Kunst der Integration August 2018

Interkulturelle Sommer in Elsfleth März 2019

Mit Farben zurück ins bunte Leben

Zur „Villa Kunterbunt“ entwickelte sich das DRK-Haus an der Oberrege. Zehn Flüchtlingsfrauen nahmen dort an einem Malkursus der Künstlerin und Maltherapeutin Flora Deyle-Fersch teil.

Elsfleth Die Herkunft der multikulturellen Malgruppe war so bunt gemischt wie die Bilder, die dort entstanden. Die Frauen stammen aus Syrien, Marokko, dem Libanon, Iran und Irak. Die Kommunikation klappte mit Händen und Füßen – und natürlich mit einem Lachen, sagte Deyle-Fersch. Viel erklärte sie den Frauen durch Zeigen oder malte ihnen einfach vor, um was es ging. Eine große Hilfe waren ihr auch Nafisseh Siahpoosh und Zeina Issa Samara, die bereits seit einigen Jahren in Elsfleth leben und bei Bedarf in Farsi oder Arabisch übersetzten.

Warme und kalte Farben

Neben der klassischen Farbenlehre lernten die Frauen verschiedene Materialien kennen. So probierten sie Pastellkreide, Acrylfarben und Ölpastellkreide aus. Dazu arbeiteten sie mit warmen und kalten Farben. „Sie lernen, mit Formen und Farben Bilder frei zu gestalten“, erklärte Flora Deyle-Fersch. Als Maltherapeutin und Malkommunikatorin weiß sie, dass das Malen den Frauen mehr Lebensfreude vermittelt, den Druck nimmt und sie in Kommunikation treten lässt.

In Kommunikationsbildern malte jede Teilnehmerin ein Stück eines Bildes. Dann wurde das Blatt weitergereicht. So entstanden bunte Gemeinschaftsbilder. „Am Ende soll das Bild wieder bei der ersten Künstlerin ankommen, die es nach ihren Vorstellung fertigstellt“, erklärt Deyle-Fersch. Durch das Weitergeben werde den Frauen der Druck genommen, allein ein ganzes Bild zu malen, sagt sie.

Selbst ein Bild zu kreieren solle ihnen den Mut zur Veränderung geben, so die Künstlerin. Denn das Malen von Bildern zeige, wenn sie nicht selbst etwas verändern, dann bleibt alles, wie es ist.

Doch an Selbstvertrauen mangelte es den Teilnehmerinnen nicht. „Sie haben sich den Platz, den sie brauchen, auf dem Papier genommen“, sagt Deyle-Fersch. Sie habe oft erlebt, dass schüchterne oder gar traumatisierte Frauen nur winzig kleine Zeichnungen aufs Papier brachten.

Die Stimmung in der Gruppe war fröhlich. Die Frauen lachten und unterhielten sich, während sie malten. Nur in ihren Bildern zeigte sich manchmal, was sie auf ihrer Flucht durchgemacht haben. Als es darum ging, Herzen zu malen, gab es auch gebrochene Herzen. Der Sohn einer Teilnehmerin wurde auf der Flucht erschossen, erzählt die Maltherapeutin. Im Bild kam eine Sonne hinzu, denn sie hatte gezielt vorgegeben, dass kein schwarz, sondern nur warme Farben benutzt benutzt werden durften. „Das fiel der Teilnehmerin schwer. Denn die Frauen bringen viel Trauer mit. Wir wollen ihnen wieder zeigen: Das Leben ist bunt! So sollen sie wieder Mut zur Freude schöpfen“, erklärte die Therapeutin.

Insgesamt vier Tage dauerte der Workshop. Doch der Kursus soll monatlich fortgeführt werden, sagt Petra Czerner vom DRK. Das Malprojekt findet im Rahmen der von Stadt und DRK geplanten Maßnahmen zur Integration statt, erklärt sie.

Den Teilnehmerinnen machte es jedenfalls viel Spaß. Sie habe im Iran Grafik-Design studiert, der Malkurs erinnere sie an diese Zeit, berichtete beispielsweise Nafisseh Siahpoosh. Auch Zeina Issa gefiel es gut. „Ich habe noch nie vorher gemalt, ich habe viel gelernt. Es macht Spaß“, sagte sie strahlend.

Quelle: www.nwzonline.de Mit Farben zurück ins bunte Leben

Holzstehlen in Nordheim

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Die Schüler der Nordheimer Gemeinschaftsschule gestalteten im Zuge der Öhringer Landesgartenschau die Holzstele am Ortseingang und am Ortsausgang. Mit viel Spass und starkem Engagement brachten die Schüler sich ein.

Beschützende Werkstätte Heibronn

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Viele Stühle konnten schon verkauft werden: Das Projekt “Schülerfirma – Designer-Stühle” bietet Frau Deyle-Fersch im Rahmen der berufsorientierten Ganztagesschule an.

Kreativ sind die Schüler der Kurt-von-Marval-Schule im Rahmen vieler Projekte. Dabei auch noch Geschäftssinn zu beweisen, stellt allerdings eine ganz besondere Herausforderung dar. Aber auch diese haben die Sechst- und Achtklässler angenommen und mit Erfolg gemeistert: Schon 22 der bunten, nach eigenen Vorstellungen bemalten Holzstühle wurden sowohl an Gewerbebetriebe, Privatleute als auch an die Gemeinde verkauft. “Für diesen regen Kauf der Kunststühle bedanken wir uns ganz herzlich”, so die Künstlerin und Maltherapeutin Frau Deyle-Fersch. Auch in diesem Schuljahr wird das Projekt fortgeführt – zehn neue kreativ gestaltete Stühle werden derzeit angefertigt, fünf davon sind bereits verkauft.

Als Jugendbegleiterin bietet Frau Deyle-Fersch im Rahmen der berufsorientierten Ganztagesschule seit dem Schuljahr 2010/2011 das Projekt “Schülerfirma – Designer-Stühle” an: Als Teil des Kooperationsmodells der Kurt-von-Marval-Schule bringen Hauptschule, Berufsschule und externe Fachleute wie die Künstlerin innerhalb der verbindlichen Gesamtkonzeption Bausteine zur Berufs- und Lebensorientierung ein. “Die Grundidee der Schülerfirma besteht darin, altersgemäße fachliche, persönliche und soziale Kompetenzen zu integrieren”, erklärt Rektorin Andrikopoulos-Feucht. In der Praxis bedeutet das für die Teilnehmer der Schülerfirma, ihre selbstgestalteten Stühle im direkten Kontakt mit Privat- und Geschäftleuten zu verkaufen. Damit sich die Schülerinnen und Schüler bei der Nennung des Preises wohlfühlen und hinter dem Angebot stehen können, habe man sich zu Beginn des Projektes gemeinsam überlegt, was jeder Stuhl unter Berücksichtigung der Materialkosten und des Arbeitsaufwandes kosten dürfe, erläutert Frau Deyle-Fersch.

Dann hieß es, mutig auf potentielle Käufer zuzugehen: “Das stärkt das Selbstwertgefühl. Man muss für sich selbst und die Gruppe einstehen und auch mit einem Nein umgehen können”, so die Maltherapeutin. Auch das haben die Schüler geschafft. Darüber hinaus waren sie auch mutig genug, einen Stuhl anders zu gestalten, wenn sie selbst doch nicht ganz vom Design überzeugt waren. Da tut es gut, sich untereinander beraten zu können: “Die Schüler arbeiten auch in Gruppen an einem Stuhl zusammen und erwerben durch die Kommunikation sehr hohe soziale Kompetenz. Somit bildet das Projekt Schülerfirma einen elementaren Baustein, den auch das Konzept der Gemeinschaftsschule vorsieht”, so Schulleiterin Andrikopoulos-Feucht.

Wer das Projekt mit 45Euro pro Stuhl unterstützen möchte, Spaß an einer individuellen Sitzgelegenheit hat oder ein außergewöhnliches Geschenk sucht, ist herzlich eingeladen, sich vor Ort die Designer-Stühle anzuschauen: Jeden Dienstagnachmittag von 14:00 Uhr bis 15:30 Uhr ist das Schulatelier im alten Schulgebäude geöffnet. Die Schülerfirma freut sich auf Ihren Besuch. Für  telefonische Fragen und Bestellungen steht Ihnen Frau Deyle-Fersch als Kursleiterin auch telefonisch unter der  07138/945853 zur Verfügung. Und übrigens: Die Qualität der Stühle wurde jetzt noch durch die Möglichkeit der Versiegelung mit Bootslack verbessert, so dass sich die Stühle auch als Garten- oder Terrassendeko verwenden lassen.

Elke Khattab